Politische Kultur in Köln

Optimierungsspielraum bei der Kölner Verwaltung – Ausgewählte Schlagzeilen aus zwei Monaten

19.08.16 „Ich scheine nicht mehr zu existieren“, so der israelische Künstler Dani Karavan in einem längeren Interview mit dem „Kölner Stadtanzeiger“ über den Umgang der Stadtverwaltung mit dem von ihm gestalteten Kunstwerk „Ma’alot“ auf dem Heinrich-Böll-Platz. Erst wurde dieser zentrale Kölner Ort jahrelang dem schleichenden Verfall preisgegeben, und dann der Künstler bei der schließlich angegangenen Sanierung komplett übergangen: Ihre Installation war lange in keinem guten Zustand. Wie glücklich sind sie damit, wie die Stadt Köln mit Ma'alot umgegangen ist?

Ich bin sehr enttäuscht. Es gab lange Gespräch darüber, wer die Verantwortung für das Kunstwerk trägt. (…) Mittlerweile hat das Museum mehrfach angeboten, sich um die Sanierung zu kümmern, wenn es das Budget dazu erhält. Aber die städtische Verwaltung stellt sich stur.

Inzwischen wurde aktiv an der Erhaltung gearbeitet.

Es fing gut an mit der Restaurierung. Ich war vor Ort, und wir haben alles diskutiert. Aber danach habe ich nichts mehr gehört. Ich wurde nicht eingeladen, die Arbeiten in Augenschein zu nehmen und mein Okay zu geben. Ich weiß nicht, was sie getan haben, und ich weiß nicht, was sie tun. Niemand hat mich gefragt. Als ob Ma'alot ein verlassenes Kind wäre. Meine Urheberrechte werden nicht respektiert, ich scheine nicht mehr zu existieren, obwohl ich noch am Leben bin.  

01.09.16: „Stadtarchiv wird teurer als geplant“

Der Neubau des Stadtarchivs am Eifelwall wird voraussichtlich mehr kosten als geplant, die Eröffnung wird sich um mindestens vier Monate verzögern. Verantwortlich für die Planung: die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln.

Mehr zum Hintergrund hier.

02.09.16: „Die Baustelle bleibt erhalten“ –  Fertigstellung des Museums vor dem Rathaus verzögert sich um ein Jahr

Erneut droht ein städtisches Großprojekt aus dem Ruder zu laufen. Das Projekt sollte eigentlich Ende 2018 abgeschlossen sein - jetzt wird sich die Eröffnung der Archäologischen Zone und des Jüdischen Museums am Rathaus um ein ganzes Jahr verzögern. Siehe hier.

Begründet wird dies mit allerlei vorhersehbaren „Überraschungen“, was Christian Hümmeler im Kölner Stadtanzeiger zu dem Kommentar veranlasste: „ Aber auch hier gilt wahrscheinlich: Allzu ernst nehmen darf man die Begründungen nicht mehr. Vielleicht sollte man stattdessen von Anfang an einen Zehn-Jahres-Korridor für die Fertigstellung nennen. Wird er nur zur Hälfte ausgeschöpft, darf gefeiert werden. Die Kosten für den externen Projektsteuerer - dessen vordringlicher Auftrag es auch bei der Archäologischen Zone war, Zeit und Kosten im Blick zu haben - kann man sich dann jedenfalls sparen.“

11.09.16: „Immer noch keine Einigung im Prozess um den Pannen-Bau“

„Es gibt Momente, da trägt der Prozess um das Rautenstrauch-Joest-Museum kuriose Züge: Zehn schwarze Roben stehen an diesem Morgen im Landgericht um den Richtertisch herum, studieren eine Skizze und versuchen die Stelle zu lokalisieren, an der der Pannen-Bau eine Schraube locker hat.“ So beginnt der Artikel über das Rautenstrauch-Joest-Museum, den Sie hier in voller Länge finden.

Die Pannenchronik dieses ursprünglich als Vorzeigeprojekt gedachten Bauvorhabens können Sie hier nachlesen.  Zuständigkeit als Bauherr hatte: die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln.

10.10.16: „Vandalismus der Verwaltung“

Am Beispiel des durch jahrelange Vernachlässigung beklagenswerten Zustands der Römermauer am Stadtmuseum und des benachbarten "Tongern-Denkmals" beschreibt Barbara Schock-Werner das Köln-typische Rätselraten um die Frage: „Wer ist eigentlich dafür verantwortlich?“ Siehe hier, nach der Zwischenüberschrift „Baudenkmal sträflich vernachlässigt“.  

„Ein Riesenkuddelmuddel“

Ein schwer zu überbietendes Paradebeispiel für das Fehlen einer Verantwortungsstruktur ist die Geschichte der Sanierung der Kölner Bühnen. Als der ehemalige Baudezernent Bernd Streitberger als Technischer Betriebsleiter die Sanierungsbaustelle am Offenbachplatz übernahm, stellte er im August 2016 fest: das Ganze ist „Ein Riesenkuddelmuddel“ Mehr dazu siehe hier.

Peter Pauls kommentierte dies im Kölner Stadtanzeiger mit folgenden Worten: „Was die Stadt Köln der Öffentlichkeit mit einer so beflissenen wie verspäteten Transparenz vorführt, ist in ihrer eigenen Verantwortung entstanden - im Auftrag und unter Aufsicht eben dieser Stadt Köln. Wer es je einmal mit Baugenehmigungen oder Bauabnahmen zu tun hatte, der fragt sich: Wo waren Kontrollen und Kontrolleure in all den Jahren? Aus dem Nichts entstanden ist das Desaster nicht.“    

 

"Scheitern aushalten!"

Unter dieser Überschrift hat Wolfgang Hippe in den "Kulturpolitischen Mitteilungen" eine lesenswerte Zusammenfassung der desolaten Zustände in Köln unter kulturpolitischer Sicht veröffentlicht. Untertitel "Köln: die Oper, kommunale Krisen & Good Governance". Dankenswerterweise hat der Autor uns seinen Artikel für unsere Website zur Verfügung gestellt. Sie finden ihn hier (bitte beachten: alle Urheberrechte liegen bei Wolfgang Hippe).

Fragwürdiges Projekt Archäologische Zone und mangelnde Steuerungspolitik der Stadt Köln: Wolfgang Hippe in den Kulturpolitischen Mitteilungen sowie ein  Statement von Peter Busmann. Außerdem eine Abwägung der Ausstiegskosten von Burkhardt Krems (24.2.2013).

Bürgerbeschiss: Stadt Köln verschleudert 780.000 Euro um "Archäologische Zone" schönzureden. (Kölner Stadt-Anzeiger, 25.1.2013)

Für ein Moratorium des Baus aller Großprojekte in Köln tritt die Initiative "Mut zu Verzicht" ein. Beteiligung per Online-Abstimmung. Zwei kritische Stellungnahmen dazu liegen von Frank Möller sowie von Brigitta von Bülow / Frieder Wolf (Bündnis 90 / Die Grünen) vor.

Passend zum Thema listet der Stadt-Anzeiger die Kostenentwicklung des Museumsprojekts "Archäologische Zone / Jüdisches Museum" auf. (15.1.2013) Die Ablehnung in der Bevölkerung führt der KStA darauf zurück, dass kaum noch jemand Rat und Verwaltung zutraut, Großprojekte in Köln verantwortlich zu managen. (18.1.2013)

Jan-Marc Eumann, bis 2007 Vorstandsmitglied der Kölner SPD und derzeit in NRW Staatssekretär für Medien, steht in Verdacht, seine Doktorarbeit plagiiert zu haben, sein Doktorvater erhielt zudem (im Gegenzug?) Fördermittel von der NRW-Regierungung.  (Unispiegel, 9.1.2013) Eumann war bereits in den Parteispendenskandal der Kölner SPD verwickelt. Nix gelernt?

Jens Meifert (KRS) beschreibt sehr treffend einen Vorgang in der Stadtverwaltung, der deutlich macht, warum Köln verwaltungstechnisch und politisch blockiert ist: "Vier Poller und ein Irrweg".

SPD kann nicht Kultur: Jürgen Nimptsch und Jürgen Roters stümpern gemeinsam in Sachen Opernfusion. (Kölner Stadt-Anzeiger, 12.12.12)

Nichts kapiert: Das "richtige" Parteibuch ist in Köln nach wie vor maßgeblich bei der Besetzung von kommunalen Spitzenpositionen. (KStA, 20.8.2012)

Endlich der Beginn eines neuen Realismus? OB Roters kündigt überfällige Sparmaßnahmen an. Diskussionsanreiz für Politik und Stadtgesellschaft! Das Interview  (16.8.2012)  

Postenbesetzung nach Parteibuch: Die Kölner Ratsparteien haben seit dem Einsturz des Stadtarchivs kaum etwas dazugelernt. Die CDU war jetzt sogar blöd genug, sich mit einem Positionspapier erwischen zu lassen. Bericht und Kommentar (14.8.2012)

Warum die Politik bei Großprojekten als Bauherrin versagt: Spiegel-Artikel (18.7.2012)

 

Mülheim 2020: Der OB versucht den Befreiungsschlag qua Pressekonferenz, der Kölner Stadt-Anzeiger echot gewohnt unkritisch und ohne eigene Recherche, einige Hintergründe liefert die Neue Rheinische Zeitung (5./12.7.2012)

$Ohrfeigen für Roters, Kahlen & Co: Die Kölner Stadtverwaltung landet in einem Ranking der Agentur "Service Value", die Befragungen in 15 Großstädten durchgeführt hat, auf dem 14. Platz. Mieser ist nur noch die Berliner Chaostruppe, und auf Platz 1 liegt Düsseldorf. Detailergebnisse zu Bürgerdialog, Service, Verantwortung etc. (11.7.2012)

Oberbürgermeister Jürgen Roters erklärt in einem Brief an K²A², dass es seit 2009 keine Berichte mehr über den Durchführungsstand von Ratsbeschlüssen gibt, da das Berichtswesen überarbeitet werde. (11.1.2012, pdf) Die Kölnische Rundschau berichtet. (26.1.2012)

Künftig weniger Schadstoffe in Kölner Kindergärten!
In einem Beitrag für die vdi-Nachrichten schildert Ralph Ahrens, wie es aussieht, wenn Politik und Verwaltung einmal mit gutem Beispiel vorangehen. (13.1.2012)

Kölner Bäderschließung
In unserer Rundmail am 12.01.12 schrieben wir zu der anstehenden Schließung von Nippesbad und Weidenbad, dieser Beschluss sei durch die Mehrheit von Grünen und SPD im Rat auf Grundlage von massiver Desinformation der Ratsmitglieder gefällt worden und haben die Behauptung aufgestellt:
"Ferner wurden den Ratsmitgliedern die schwerwiegenden Konsequenzen dieser Entscheidung vorenthalten, unter anderem: die Nippeser Schulen werden zukünftig keinen Schwimmunterricht mehr erteilen und Rettungsschwimmer können nicht mehr in der für viele Berufe geforderten Zahl durch die DLRG ausgebildet werden."
Uns erreichte daraufhin eine Gegendarstellung von  Manfred Richter, grünes Ratsmitglied und Mitglied im Sportausschuss, die wir an dieser Stelle veröffentlichen, zusammen mit einer Stellungnahme von Fredo Landvogt (DLRG) zu dieser Gegendarstellung. Die Nippeser SPD lud am 23.2.12 zu einer Diskussionsveranstaltung zu dem Thema ein.

Intransparenz, eine unsinnig aufgeblähte Lenkungsgruppe und weiterer Murks - Die BI Helios äußert sich kritisch zum bisherigen Verlauf des Beteiligungsverfahrens. (16.12.2011)

Oberbürgermeister Jürgen Roters erklärt in einem Brief an K²A², dass es seit 2009 keine Berichte mehr über den Durchführungsstand von Ratsbeschlüssen gibt, da das Berichtswesen überarbeitet werde. Die Kölnische Rundschau berichtet.

Die Folgen der verfehlten Personalpolitik Georg Quanders sorgen für Ärger bei den Stadtkonservatoren und beim Projekt Archäologische Zone. Zur Causa Renate Kaymer (Kölner Stadt-Anzeiger, 18.8.2011)
zur Causa Sven Schütte (Kölner Stadt-Anzeiger, 19.8.2011)

Hoher Krankenstand in der Stadtverwaltung (Kölner Stadt-Anzeiger, 20.9.2011)

Viele städtische Gebäude in Köln sind marode. Die Verwahrlosung hat Methode, sagen Frank Deja und Joachim Weiner von KÖLN KANN AUCH ANDERS. Bernd Wilberg hat mit ihnen gesprochen. (Stadtrevue, August 2011)

Er nimmt es alles nicht so schwer - der Li-La-Launebär: Interview mit OB Roters zur Lage Kölns Mehr Infos (Kölner Stadt-Anzeiger, 23.8.2011)

Drei Bürgervereine sammeln 4500 Unterschriften für eine Tieferlegung der Rheinuferstraße. (Kölner Stadt-Anzeiger, 9.8.2011)

Kulturpolitisch fragwürdig und zu teuer: Neues zur Archäologischen Zone. (Kölner Stadtanzeiger, 12.7.2011)

Kunst im öffentlichen Raum ("Ma'alot"-Installation) verfällt wegen unsachgemäßer Behandlung durch die Stadt in der Vergangenheit. (Kölner Stadtanzeiger, 16.6.2011)

Verwaltungsposse um den Bau einer Brücke am Museum für Ostasiatische Kunst. (Kölner Stadtanzeiger, 5.8.2011)

In NRW entscheidet seit dem 18.5.2011 nicht mehr allein der Rat darüber, ob gegen einen Bürgermeister ein Abwahlverfahren eingeleitet wird. Der Sachverständige im Landtag Prof. Dr. Frank Bätge spricht über das neue Initiativrecht der Bürger. (Legal Tribune ONLINE, 19.05.2011, pdf, 100 KB)

Zersplitterung der Zuständigkeiten in der Verwaltung macht die Stadt handlungsunfähig: Die Rheinische Musikschule und die Initiative „Luxet" wollen seit langem in den alten Museumsräumen am Ubierring ein gemeinsames Begegnungszentrum aufbauen.(Kölner Stadt-Anzeiger, 14.3.2011)

Irritationen durch die Kölner SPD: Ihr Vorschlag die Bürger über den Ausbau des Godorfer Hafens entscheiden zu lassen ist ambivalent. Einsicht oder taktische Finte? Dazu finden Sie hier zahlreiche Stimmen.

Leserbrief von Martin Stankowski an den Kölner Stadt-Anzeiger vom 2.2.2011

Initiative "Mehr Demokratie in NRW": Unverbindlich befragen statt verbindlich abstimmen? (28.1.2011)

ein Beitrag von Winrich Granitzka, CDU-Fraktionsvorsitzender (report-k.de, 28.1.2011)

ein Beitrag von Cornelia Schlößer (report-k.de, 26.1.2011)


Neues aus Quander-Land (5): Quander-Intimus Sven Schütte hat für die Archäologische Zone erneut falsch abgerechnet. Die Bezirksregierung fordert nun die Rückerstattung von über 20.000 Euro von der Stadt. (Kölner StadtAnzeiger, 9.2.2011)

Neues aus Quander-Land (4): Von Dilettantismus und Misswirtschaft um die Archäologische Zone berichtet Robert Baumanns. (Express, 18.1.2011)

Ärger um ein geplantes Hochhaus am Waidmarkt unmittelbar am Einsturzort des Stadtarchivs. Die Stadt knickt wieder mal vor einem Investor ein und ignoriert Proteste. Die Denkmalbehörde ist Teil des Skandals und der OB schweigt diskret. Ein Beitrag von Rainer Rudolph; ein Kommentar von Peter Frangenberg und ein weiterer Beitrag von Rainer Rudolph, der deutlich macht, dass das Hochhaus nach Rechtslage nicht gebaut werden muss. (Kölner Stadt-Anzeiger 17./13.1.2011 und 20.1.2011)

Unter dem Titel "Staat und Bürger - Diagnose einer Entfremdung" sendete der Deutschlandfunk zum Jahreswechsel 2010/2011 in der Sendereihe "Hintergrund" fünf Beiträge, die sich mit der Frage beschäftigen, wie sich die repräsentative Demokratie verändert, was die Ursachen dafür sind und wie die Veränderungen aussehen könnten. Man kann die Beiträge von Konrad Adam, Günter Müchler, Herfried Münkler, Roland Roth und Heribert Prantl auch nachlesen oder nachhören.

Wieso ist es quasi zum Naturgesetz geworden, dass städtische Gebäude in Köln verrotten dürfen? Wieso kommt die seit 1997 bestehende „Gebäudewirtschaft der Stadt Köln“ unter ihrem Leiter Engelbert Rummel ihrem Auftrag zum Bestandserhalt so mangelhaft nach? Und wieso müssen die Bürger für ständig wachsende Folgekosten versäumter Sanierungen aufkommen, ohne Einfluss auf „ihre“ Gebäudewirtschaft nehmen zu können? Letzter Versäumnisskandal: Die aus dem Jahr 1958 stammende Heizung des Stadtmuseums brach zusammen. Das Haus musste geschlossen werden. Dazu lieferte Peter Berger zwei Berichte: "Heizung gibt ihren Geist auf" und "Stadtmuseum bleibt geschlossen". (Kölner Stadt-Anzeiger, 20.12.2010)

Der renommierte Kölner Architekt Peter Busmann warnte kürzlich vor den Folgen, die der gleichgültige Umgang mit städtischen Immobilien nach sich zieht und forderte regelmäßige Rückstellungen, damit zeitgerechte Sanierungen möglich werden. (koeln.de, 22.12.2010)

Ein erneutes Beispiel organisierter Verantwortungslosigkeit innerhalb der Kölner Stadtverwaltung. Die Stadt lässt sich 40 Millionen Euro europäischer Fördergelder entgehen, weil sie sich nicht in der Lage sieht, die komplexen Anträge auszufüllen. Über 40 Mio Euro ohne Abnehmer berichtet Helmut Frangenberg und kommentiert: „Keiner ist verantwortlich“. (Kölner Stadt-Anzeiger, 16.12.2010)

In der Süddeutschen Zeitung hat Andreas Zielcke einen – gerade auch mit Blick auf die Kölner Verhältnisse – lesenswerten Beitrag zu der Farce einer Schlichtung und Bürgerbeteiligung in Stuttgart verfasst. In seinem Beitrag „Schlichtung und Wahrheit: Heiner Geißler – wenig Mumm“ werden einige Kriterien benannt, die einzuhalten sind, wenn Bürgerbeteiligung ernst gemeint sein soll. (3.12.2010)

Neues aus Quanderland (3): Als der Kulturdezernent mal nichts mehr sagte... (Kölner Stadt-Anzeiger, 7.12.2010)

Als einen "starken Motor für Innovation" hat OB Roters die Kölner Stadtwerke charakterisiert. Voll daneben, Herr Oberbürgermeister, meint nicht nur der Kölner Stadt-Anzeiger in seinem Kommentar und weist auf die unsägliche Tradition der städtischen Betriebe hin, Spitzenposi-tionen nicht nach Qualifikation, sondern nach Parteibuch zu besetzen. (Kölner Stadt-Anzeiger, 5.12.2010)

Neues aus Quanderland (2). Was der Kulturdezernent bloß als "Kampagne" gegen sich selbst begreift, treibt immer provinziellere Blüten: das Trauerspiel um Sven Schütte und die archäologische Zone. Ein Beitrag des KStA und ein Kommentar von Carl Dietmar (9.11.2010)

Das Abzocken von Staatsgeldern durch Geheimverträge – eine auch in Köln übliche Praxis – kritisiert Werner Rügemer in einem Kommentar der TAZ. (7.11.2010)

Während am runden Tisch und in den Fraktionen darum gerungen wird, die Sanierung von Oper und Schauspielhaus zu einem zukunftsfähigen Bühnenensemble ohne Abstriche kostenbewusst zu realisieren, lässt Kulturdezernent Prof. Quander leider Kostenbewusstsein vermissen. Das Fatale: seine Kapriolen sind Wasser auf die Mühlen all derjeniger, denen Kultur sowieso "viel zu teuer" ist oder die Kultur gegen Soziales bzw. "Hochkultur" gegen "freie Szene" ausspielen möchten. (22.9.2010, comcologne).

"Der Amtsschimmel frisst die Kunst" - der Direktor des Wallraf-Richartz-Museums, Andreas Blühm, über die Hürden der städtischen Verwaltung (Kölnische Rundschau, 26.8.2010)

Konrad Adenauer kritisiert im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger die Arbeit von Stadtkonservatorin Renate Kaymer und Kulturdezernent Georg Quander (Kölner Stadt-Anzeiger, 9.8.2010)

Die Stadt Köln zerstört versehentlich das Grab des berühmten Malers Anton R äd erscheidt auf dem Melatenfriedhof. (Kölner Stadt-Anzeiger, 5.8.2010)                       

"Da kann ja jeder kommen": Unter dieser Überschrift veröffentlichte die Stiftung Warentest bereits 2001 einen bemerkenswerten Artikel über den Umgang von Behörden mit den Informationsansprüchen der Bürger. Sie finden dort auch den Text als pdf zum Herunterladen.

Dass bis heute auf Behördenseite großer Nachbesserungsbedarf besteht, dokumentiert der aktuelle Tätigkeitsbericht zum Informationsfreiheitsgesetz des Bundesdatenschützers Schaar, dokumentiert auf den Internetseiten des ZDF: Bürger fragen - Behörden antworten nicht

Was treibt Kulturdezernent Quander um? Der ehemalige Stadtkonservator Dr. Ulrich Krings sah sich genötigt, mit einem Brief an Oberbürgermeister Jürgen Roters auf Unterstellungen und Fehlinformationen zu reagieren, die Prof. Georg Quander, Kulturdezernent der Stadt Köln, in verschiedenen Medien und Briefsendungen verbreitet hat. (30.6.2010, PDF, ca. 63KB)

Kann Sozialabbau in Köln verhindert werden? Für einen offenen, ehrlichen politischen Entscheidungsprozess über Konsolidierung ohne Rasenmäher-Kürzungen und Klientelpolitik. Ein Beitrag von Arnd Schwendy.

"Die Fraktionen sind getäuscht worden" - über das Gutachten, das im Stadtrat zur Zustimmung für den Ausbau des Godorfer Hafens geführt hat. (Kölner Stadt-Anzeiger, 28.5.2010)

Der Vorsitzende des NRW Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Paul Kröfges, hat bei der Staatsanwaltschaft Köln Strafanzeige gegen den Vorstand der Häfen- und Güterverkehr Köln AG (HGK) wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug eingereicht. (23.4.2010)

Weitere Informationen liefert ein Dokument mit Auszügen aus dem Gutachten zur Wirtschaftlichkeit des Godorfer Hafens von Juli 2007. (pdf, ca. 18 KB)

Professor Quander und die Demokratie: Der Branchendienst comcologne macht in der jüngsten Online-Ausgabe auf den Vorgang aufmerksam, mit dem des Kölner Kulturdezernenten Prof. Quander missliebige Inhalte aus dem Katalog für die Ausstellung zum Kölner Stadtarchiv im Berlner Martin-Gropius-Bau entfernt hat. Der Verleger Walther König hat diese Beiträge dennoch in einem separaten Heft veröffentlicht, das kostenlos in seinen Buchhandlungen ausliegt und auch als pdf zugänlich ist.

Neben einem ZEIT-Artikel von Stefan Koldehoff unter der Überschrift „Köln provinziell“ vom 31.3.2010 kommentiert auch Andreas Rossmann in der FAZ vom 08.04.2010 das Vorgehen von Quander: „Die jüngste Schramme, die sich die Stadt eingehandelt hat, zeugt von einem derart kleinkarierten Geist, dass der Versuch, ihn aufzuspießen, Gefahr läuft, ihn zu reproduzieren.“ Und er stellt fest: „Zensur? Das Wort scheint zu groß, um das Elefantenzucken im Porzellanladen zu treffen, und kennt doch kein Diminutiv: Der unsouveräne Versuch der Schadensbegrenzung schlägt ins Gegenteil um.“ Der Beitrag in comcologne verweist auf frühere Eingriffe von Prof. Quander in die künstlerische Freiheit, und in Sachen Förderung der demokratischen Diskussion erinnern wir an einen Artikel von Christian Hümmeler zur Kölner Debatte über Neubau oder Sanierung des Schauspielhauses im Kölner Stadtanzeiger vom 07.03.10. Dort heißt es: „Die Kölner Stadtkonservatorin Renate Kaymer, kraft Amtes erste Ansprechpartnerin für die Denkmäler des Opernquartiers, darf sich inzwischen zu diesem Thema nicht mehr öffentlich äußern. Alle Anfragen zu Oper und Schauspiel seien an ihren Dienstvorgesetzten, Kulturdezernent Georg Quander, zu richten, hieß es am Freitag in der Denkmalbehörde.“

Die Stadt Köln entlässt einen Architekten aus dem Amt für Denkmalpflege, der das Großprojekt zur Neukonzeption des Kölner Gerling-Quartiers betreute und dabei die Aspekte des Denkmalschutzes zu wahren versuchte. (Spiegel Online, 24.3.2010)

Lokalpolitik in Köln: Ävver bitte mit Jeföhl! Ein Artikel der Süddeutschen Zeitung (17.2.2010, pdf ca. 70 KB)

Am 13.1.2010 legten SPD und Grüne ihren bis 2014 geltenden Koalitionsvertrag vor. ( PDF PDF, ca. 442KB)

"Wie kann man die Besetzung von Spitzenjobs in Köln transparenter und qualifikationsorientiert gestalten?" Ein Vortrag von Dr. Marion Diwo, die lange für die Museen der Stadt Köln gearbeitet hat und inzwischen Beraterin ist für den Bereich der Personalauswahl im öffentlichen Sektor.

Presseamt der Stadt Köln: Mangelhafte Information über Aufsichtsratsmitglieder (22.11.2009 PDF PDF, ca. 6KB)

Neuanfang unter OB Roters? Ein Rundfunkbeitrag von Christoph Gehring, NRW-Landes- korrespondent des Deutschlandfunks von September 2009.

Offener Brief an die Ratskandidaten, Kommunalwahl 2009 (Juli 2009, PDF PDF, ca. 44KB)
Fragen an die Ratskandidaten , Kommunalwahl 2009 (Juli 2009, PDF PDF, ca. 120KB)

Die Außenwahrnehmung von Köln: "Städtequiz" der FAZ vom 7.1.2009. ( PDF PDF, ca. 42KB)


 

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