Sanierung der Kölner Bühnen

Die ehemaligen Initiatoren des Bürgerbegehrens „Mut zu Kultur“ haben sich am 29.08.15 mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit gewandt.  Diese enthält einen Appell an die Politik, jetzt weder das Projekt schlechtzureden, noch einzelne Sündenböcke in der Verwaltung zu suchen, sondern die strukturellen Probleme zu lösen, die hinter dem Scheitern des Zeit- und Kostenplans sichtbar werden.

Die Pressemitteilung von K2A2 dazu finden Sie hier, die Erklärung unter folgender Überschrift (bitte anklicken):

Mut zu Alternativen war und ist ein Gewinn für unsere Stadt

Eine sehr schöne Zusammenfassung des Engagements für den Erhalt des Schauspielhauses aus dem September 2010 finden Sie hier.


Offener Brief des Kunstsalons an den Kölner OB (pdf, 24.2.2011, 963 KB)

 

Presse-Information: Einigung über Interimslösung (pdf 23.2.2011, 86 KB )

 

 

Hintergrund und Fakten zur Sanierung der Kölner Bühnen

 

Obwohl alle Beteiligten am Runden Tisch einschließlich der anwesenden Vertreter der Stadtspitze sich einig über das Sanierungskonzept für die Kölner Bühnen waren, hat der Rat am 07.10.2010 mit einer Mehrheit von SPD und Grünen anderes beschlossen und Änderungen erwirkt, die, wie Andreas Rossmann in der FAZ schrieb, „das Projekt zwar nicht mehr kippen, aber um seinen Gehalt und seine Stimmigkeit bringen können.“ Gleichzeitig werden der OB und andere nicht müde, den Erfolg des Bürgerengagements schlechtzureden und die öffentliche Meinung mit falschen Zahlenangaben zum Kostenvergleich zu manipulieren. Wir haben Hintergrundinformationen und Fakten in übersichtlicher Form für Sie zusammengestellt.

 

 

In einem Appell an die Ratsmitglieder bittet "Mut zu Kultur", die Kostenersparnis und funktionalen Verbesserungen durch die Sanierungslösung für Oper und Schauspielhaus nicht kleinzureden und fordert "Mut zu Nachhaltigkeit. (22.9.2010, PDF, ca. 42 KB)

Dr. Burkhardt Krems, Professor a. D. der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, kritisiert im OLEV-WIKI (Online-Lexikon für öffentliche Verwaltung) den Ansatz der Kölner Verwaltung, die "verlorenen Kosten" der Sanierungsvariante zuzuschlagen, die damit "teurer" erscheint. (22.9.2010)

"Aus dem Büro des OB", so die Information nach Rückfrage, kommt die Entscheidung, die konstituierende Sitzung des Unterausschusses Opernquartier für die weitere Planung der Sanierung von Oper und Schauspielhaus ohne Not auf die Zeit nach dem nächsten "Runden Tisch" und nach der Ratssitzung im September zu verschieben.

 

Von "Sauerei" bis "instinktlos" reichen die Kommentare von Ratsmitgliedern in einem Beitrag von Hartmut Wilmes in der Kölnischen Rundschau. (pdf, 154KB)
"Mut zu Kultur" mahnt in einer Pressemitteilung, den Zeitplan für die Sanierung nicht zu gefährden. (24.8.2010, pdf, 47KB)
Andreas Rossmann warnt am 24.8.2010 in der FAZ: "Eine mehrteilige Verschiebeserie würde die Stadt Köln nicht nur viel Geld, sondern auch Reputation kosten."

Die Bürgerinitiative "Mut zu Kultur" äußert sich ausführlich zu den Vorwürfen von Dezernent  Georg Quander. (Kölner Stadt-Anzeiger 15.8.2010)

Kommentar des Chefredakteur des Kölner Stadt-Anzeiger, Peter Pauls, zu der Meldung der Mehrkosten. (Kölner Stadt-Anzeiger 13.8.2010)

Eine Machbarkeitsstudie der Kölner Stadtverwaltung kommt zu dem Ergebnis, dass die Sanierung des Kölner Schauspielhauses erheblich teurer wird als geplant. (Kölner Stadt-Anzeiger 13.8.2010)

"Sauerei… instinktlos… Zeitplan gefährdet" Stellungnahmen zur Verschiebung wichtiger Termine für die Umsetzung des Bürgerbegehrens zu den Kölner Bühnen. (Kölnische Rundschau, August 2010)

 

Machbarkeitsstudie bestätigt Zukunftsfähigkeit sanierter Bühnen

Eine von der Stadt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie belegt: Entgegen den vorherigen Behauptungen ist eine Sanierung von Oper und Schauspielhaus unter Einbeziehung der Opernterrassen mit wesentlichen Verbesserungen von Funktionalität und Arbeitsbedingungen möglich, ist im Ergebnis deutlich besser als der sogenannte "abgespeckte Neubau" und kostet mindestens 40 Millionen Euro weniger als dieser. Baudezernent Streitberger bezeichnete dies als "Befreiungsschlag", der den Kölner Bühnen eine „zukunftstaugliche Lösung für die nächsten 3-5 Dekaden“ bietet. Die dafür errechneten Kostenschätzungen sind zuverlässig, belastbar und etnhalten Sicherheitsmargen für "Überraschungen" – im Unterschied zu der rein politisch verkündeten und nicht solide untermauerten Zahl für den Neubau. In Wirklichkeit ist die Kosteneinsparung also viel größer, auch unter Einbeziehung der gegenüber dem Neubau um knapp 6 Millionen Eiro pro Jahr geringeren Betriebskostenzuschüsse. Die Machbarkeitsstudie finden Sie hier.

In der auf Grundlage dieser Machbarkeitsstudie erstellten Beschlussvorlage für die Ratssitzung am 7.10.10 heißt es: "Ein Verzicht auf ein, mehrere oder alle hier genannten Funktionsmodul(e) kann nicht empfohlen werden, das würde zu einem Verlust der Funktions- und Zukunftsfähigkeit der Sanierungsvariante V 6 führen, das optimierte Gesamtgefüge ginge verloren." Die Beschlussvorlage finden Sie hier.

 

Rat stellt Weichen für eine unverzügliche Umsetzung der Sanierungsplanung

Der Rat der Stadt Köln hat am 20.5.2010 190.000 Euro für die Durchführung eines europaweiten, so genannten „VOF-Verfahrens für Fachplaner- und Projektsteuerungsleistungen“ bewilligt, was es möglich macht, dass ohne unnötigen Zeitverzug die weiteren Planungen zur Sanierung von Schauspielhaus und Oper vorgenommen werden können.

Direkt nach der Ratssizung vom 13.4.2010 haben sich Fachjuristen von "Mut zu Kultur" und der Stadtverwaltung zu einer Arbeitsgruppe am "runden Tisch" zusammengefunden. Schnell konn-ten die beteiligten Fachbüros alle Möglichkeiten des weiteren Vergabeverfahrens im Sanie-rungsprozess sondieren und sich auf einen gemeinsamen Weg einigen, um den Rat schon am 20.5.2010 in den Stand zu setzen, Mittel für die weitere Planung bereitzustellen und den Planungsprozess nicht zu stoppen.

Das ist ein wichtiger Erfolg und Ausdruck der bis jetzt guten Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerbewegung.

Am 27. Juni findet um 10.30 Uhr die erste Zusammenkunft des öffentlichen "Runden Tisches" in der Piazetta des historischen Rathauses statt. Es wurde bewusst der Ort gewählt, an dem am 11.4. 2010 öffentlich die Neubau und Sanierungsvarianten für das Schauspielhaus diskutiert worden waren. Faktisch war dies der "Gründungstag" des "Runden Tisches", denn die Diskus-sion vom 11.4. hatte direkte Auswirkungen auf die Ratsentscheidung vom 13.4.2010 vom Abriss des Schauspielhauses abzusehen. 

Hier die gemeinsame Pressemittteilung von "Mut zu Kultur" und dem Büro des Oberbürger-meisters. (PDF, 20.5.2010)

Positives gibt es von der Umsetzung des Ratsbeschlusses zur Sanierung des Kölner Bühnenensembles zu berichten. (Kölner Stadtanzeiger, 4,5,2010)

Wir dokumentieren den Ratsbeschluss sowie die Pressemitteilungen der CDU-Fraktion vom 12.04.2010 und der Grünen vom 13.04.2010 zu diesem Thema. Siehe hier: http//:www.koelnkannauchanders.de/dokumente/oper/

Ratsbeschluss vom 13. April 2010 über den Beitritt zum Bürgerbegehren für die Sanierung von Oper und Schauspielhaus, Pressemitteilung der CDU vom 12. April 2010 und PM der Grünen vom 13. April 2010.

Eine Zäsur für Köln. Ein Leitartikel zum Schauspielhaus (Kölner Stadt-Anzeiger, 13.4.2010)

In der Ratssitzung vom 13.4.2010 fiel die Entscheidung für eine Sanierung des Schauspielhauses. Damit wird es nicht zum Bürgerentscheid am 11. Juli kommen. (Kölnische Rundschau, 13.4.2010)

Eine Wende in letzter Minute: ein Kommentar von Karin Beier zur Ratsentscheidung (Kölnische Rundschau, 13.4.2010)

In der Ratssitzung am Dienstag haben die Grünen sich für das Bürgerbegehren zur Sanierung von Oper und Schauspiel ausgesprochen. Damit fährt die Partei ihrem Koalitionspartner in die Parade (Kölnische Rundschau, 13.4.2010) 

Einen Tag vor der Sondersitzung des Rates zum Bürgerbegehren Schauspielhaus hat sich die Initiative "Mut zu Kultur" mit einem Appell direkt an die Ratsmitglieder gewandt. (12.4.2010, PDF  9 KB)

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens appellieren an die Mitglieder des Rates der Stadt Köln, die Sondersitzung des Rates am 13.4.2010 für einen Beschluss zur Sanierung zu nutzen. (Pressemitteilung, 6.4.2010)

Das Rheinische Amt für Denkmalpflege wird dem Abbruch des Schauspielhauses keine Zustimmung erteilen. (Kölner Stadt-Anzeiger, 24.3.2010)

Die Erben des Architekten Riphahn, der die Kölner Oper und das Schauspielhaus entworfen hat, erwägen eine Klage gegen die Stadt, um den geplanten Abriss des Theaters zu verhindern. (Kölner Stadt-Anzeiger, 15.3.2010)

Das Bürgerbegehren "Mut zu Kultur" haben bereits 50.000 KölnerInnen unterschrieben. (Kölner Stadt-Anzeiger, 11.3.2010)

"Noch keine Neubau-Genehmigung" (Kölner Stadt-Anzeiger, 22.2.2010) 

Stadtkonservator a.D. Dr. Ulrich Krings beleuchtet den bauhistorischen und städtebaulichen Hintergrund der Frage nach Neubau oder Sanierung des Kölner Schauspielhauses. (22.2.2010, PDF ca. 38KB)

"Kölner Bürgerbewegungen für eine bessere Politik" - ein Beitrag des Deutschlandfunks zum Hören und Lesen.

Die Initiative "Leben in Stuttgart. Kein Stuttgart 21" hat sich an KÖLN KANN AUCH ANDERS gewandt. Ähnlich wie viele KölnerInnen wehren sich auch viele StuttgarterInnen gegen ein unsinniges Städtebauprojekt. Wir dokumentieren das Stuttgarter Anschreiben und die Kölner Solidaritätsadresse. PDFs ca. 13 und 16KB)

"Der Verdruss von Jahren" - ein bemerkenswerter Leitartikel zur Diskussion um das Schauspielhaus von Peter Pauls. (Kölner Stadt-Anzeiger, 5.2.2010)

Alfred Neven DuMont, Herausgeber des "Kölner Stadt-Anzeiger", stellt sich in einem Kommentar hinter die Initiative für ein Bürgerbegehren in Sachen Schauspielhaus. (Kölner Stadt-Anzeiger, 29.1.2010)

Auch der FC untertützt die Aktion "Ihr seid Künstler und wir nicht" (BILD, 8.2.2010, jpg, ca. 1MB)
Künstler und Karnevalisten haben sich zusammengetan, um für eine Sanierung des Schauspielhauses zu demonstrieren. (Kölner Stadt-Anzeiger, 5.2.2010)

Ein Filmbeitrag anlässlich der Jungfernfahrt des Protestwagens „Ihr seid Künstler und wir nicht“. (Ksta.tv 5.2.2010)

"Wer unter dem gewaltigen Kostendruck für den Neubau stimmt, und darin Kölns Chance für die Zukunft sieht, verwechselt Kultur mit Event" so der Kunsthistoriker Dr. Stefan Kraus in einer Rede am 5.2.2010. ( PDF PDF, ca. 79KB)
Kölns Kulturdezernent Georg Quander und der Jorunalist Jörg Jung, Sprecher des Bürgerbegehrens zur Sanierung des Schauspielhauses, debattieren das Für und Wider eines Abrisses. (Kölnische Rundschau, 2.2.2010)

Peter F. Raddatz, bis Mitte 2009 Geschäftsführender Direktor der Bühnen der Stadt Köln, spricht sich für eine Sanierung des Kölner Schauspielhauses aus. ( 2.shtml" target="_blank">Kölner Stadt-Anzeiger, 1.2.2010)

Jürgen Flimm für Bürgerbegehren (Kölner Stadt-Anzeiger, 29.1.2010

Ulrich Krings für Bürgerbegehren (Kölner Stadt-Anzeiger, 29.1.2010)

100 Künstler ziehen Rosenmontagswagen und plädieren für den Erhalt des Kölner Schauspielhauses! Pressemitteilung vom 28.1.2010 ( PDF PDF, ca. 48KB)

Wilhelm Riphahns papierener Nachlass liegt noch im Grundwasser der U-Bahn-Baustelle. Statt wenigstens den baulichen Nachlass zu sichern, will OB Roters den Abriss des von Wilheim Riphan entworfenen Schauspielhauses mit aller Kraft durchsetzen. (Kölner Stadt-Anzeiger, 20.1.2010)

Peter Zumthor, Architekt des Kolumba-Museums und Pritzker-Preisträger des Jahres 2009, beschreibt bereits im September 2006 in einer eindrucksvollen Laudatio das Riphahn-Ensemble und seine architektonischen Besonderheiten. Der Auftritt von Peter Zumthor war Teil der Aktion "Liebe Deine Stadt" des Kölner Künstlers Merlin Bauer. Zu sehen in zwei Filmen auf Youtube: 1. Video / 2. Video

Ein Kommentar zum geplanten Abriss des Schauspielhauses aus der Radiosendung Scala auf WDR 5 (18.12.2009)

Der 1. Vorsitzende des Deutschen Werkbunds NW Prof. Dr. Roland Günter schreibt am 17.12.2009: "Wir müssen endlich aufhören, uns für alles und jedes sogenannte bessere Lösungen vorzustellen und sie dann mit einer grauenhaften Respektlosigkeit vor allem Bestehenden durchsetzen zu wollen." Den vollen Wortlaut seines Schreibens finden Sie hier.( PDF PDF, ca. 73 KB)

Aufbruch statt Abriss - dieser Diskussionsbeitrag wurde am 14.12.09 von engagierten Unterzeichnern des Aufrufs "Mut zu Kultur" auf der gemeinsamen Sitzung des Betriebsausschusses der Kölner Bühnen und des Kulturausschusses verteilt. Ihm liegt ein detailliertes Gutachten mit belastbaren Zahlen zu Grunde, das Sie weiter unten in dieser Rubrik finden.

Die Gewerkschaft ver.di fordert kostengerechte Sanierung des Kölner Schauspielhauses. (14.12.2009 PDF PDF, ca. 45KB)

"Diese Gebäude nun in ihrer Gänze abzureißen oder einer anderen Nutzung zuzuführen wäre der zweite historische Fehler nach dem Abriss der alten Oper am Rudolfplatz. Kann es sich diese Stadt moralisch, geschichtlich und finanziell leisten, alle fünfzig Jahre ihre Bühnen abzureißen oder woanders hin zu platzieren? Ich meine entschieden: nein." So schrieb der grüne Bezirksbürgermeister und Vorsitzende des Personalrates der Kölner Bühnen, Andreas Hupke, im Jahr 2005 in einem Diskussionsforum zum Kölner Bühnenensemble aus Oper, Schauspielhaus und Opernterrassen. Was ihn bewegt, heute massiv für den Abriss einzutreten, bleibt ein Rätsel. Das damalige Diskussionsforum mit vielen interessanten Beiträgen der heutigen Akteure finden Sie hier. (März 2005 PDF PDF, ca. 130KB)

 

Keine seriöse Entscheidungsgrundlage

Stellungnahme des Immobilienexperten Prof. Klaus Feinen zu der Beschlussvorlage zur Entscheidung über den Neubau des Schauspielhauses im Rat der Stadt Köln. (November 2009 PDF PDF, ca.85KB)

Gutachten mit detaillierten Zahlen zur Sanierung des Kölner Schauspielhauses (November 2003 PDF PDF, ca. 23KB)

Auch zu diesem Gutachten gibt es eine Stellungnahme von Klaus Feinen ( PDF PDF, ca. 47KB)

 

Developer and Programmer: Marc Wolf